Diversity Marketing

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30. 03. 2010 ÖBB wirbt mit Muslimin

Es scheint wohl ein Novum in der österreichischen Werbegeschichte zu sein. Erstmals erscheint in einer Werbung eines großen Unternehmens eine modisch gekleidete Frau mit Kopftuch. Die Verantwortlichen sprechen von einer Kampagne für “alle Österreicherinnen und Österreicher”.

Der einen oder dem anderen ist es beim Surfen im Web in jüngster Zeit aufgefallen. Die neue Onlinewerbung der Österreichischen Bundesbahnen, kurz ÖBB. Die Videoanimation zeigt unterschiedlichste BürgerInnen hierzulande, darunter auch eine Muslimin mit Kopftuch.

In Zeiten von Wirtschaftskrise und problematischer Arbeitslosenzahlen, versucht die ÖBB mit der multikulturellen Kampagne “Konjunkturlokomotive ÖBB” die österreichische Wirtschaft zu beleben. Im Zentrum dabei stehen das Schaffen von Arbeitsplätzen und die Stärkung des Wirtschaftsstandort Österreichs.

Positives Feedback
“Die Intention ergibt sich aus der Wirklichkeit. In Österreich leben über acht Millionen Menschen, mehr als die Hälfte davon ist weiblich, über 1,4 Millionen haben einen Migrationshintergrund, 15 Religionen sind staatlich anerkannt, jede zweite Ehe wird geschieden, rund 10 % sind homosexuell, über 20 % der Bevölkerung ist älter als 60 Jahre”, beschreibt Projektleiterin Traude Kogoj den Hintergrund der Kampagne.

“Österreich ist divers, die Menschen, die in diesem wunderschönen Land leben, sind vielfältig. Diese Vielfalt bedeutet Reichtum an Sprachen, Vielfalt an Kulturen und Lebensentwürfen”, führt Kogoj im Interview mit KISMET aus.

Bislang habe es zahlreiches positives Feedback gegeben. Aber nicht nur in Österreich. Die Programmverantwortliche für Diversity der Deutschen Bahn gratulierte etwa zum “schönen Plakat” und hoffe auf einen “engen Austausch”.

Die ÖBB kündigte zugleich an, auch in Zukunft weiterhin die Vielfalt der ÖsterreicherInnen in ihren Kampagnen zu berücksichtigen. Bleibt abzuwarten, ob auch andere Unternehmen diesen Weg gehen.

Quelle: KISMET Online – Verein für freie Medienprojekte

17. 03. 2010 Gott ist ein Tschechischer Schlagersänger

“Zensur war schon immer die Methode um die Kirche vor Wissen zu schützen. Sie ist die letzte Barriere um das Licht der Aufklärung in die Verliese des Glaubens zu bringen.” (Heinz Oberhummer, Physiker, Univ. Prof.)…

…dieses und einige andere Statements, diverse Fotos, Blogeinträge und Informationen sowie eine Aufforderung zur Spende findet man auf http://www.buskampagne.at/.

Die Atheist Bus Campaign Austria ist eine Plattform der Vereine und Organisationen AG-ATHE, AHA, Freidenkerbund Österreich, Giordano-Bruno-Stiftung und Super-Fi mit der Idee den öffentlichen Raum nicht alleine der katholischen Kirche zu überlassen.



Die Idee ist nicht neu sondern hat Ihren Ursprung in Großbritanien. Die Initiative wurde großes Vorbild (Atheist Bus Campaign), wurde adaptiert und in Österreich umgesetzt. Mit Sujets wie “Es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Gott - Werte sind Menschlich”, “Es gibt keinen Gott - Gutes tun ist Menschlich” oder “Das Christkind ist…deine Oma” soll die Bevölkerung zum “freien Denken” animiert werden.

Die ersten Sujets sollten demnach am 1.6.2009 auf den Busen 13A und 14A zum Einsatz kommen. Die Realität sah jedoch anders aus. Die Wiener Linien zogen Ihre Zustimmung zurück und auch in allen anderen Bundesländern hatte die Kampagne keine Chance von den öffentlichen Busen glänzen. Nach langen Streitigkeiten waren in Wien am 17. Juli 2009 tatsächlich im öffentlichen Raum an mehreren Standorten diverse Plakate (als Alternative zu den Bussen der Wiener Linien) zu sehen.

Die Diversity Dimension “Religion” ist ein heikles Thema, welches es immer wieder zu besprechen gilt. Die Kampagne zeigt wiedermal deutlich wie das Thema Religion & Glauben polarisiert und wie wichtig es ist den offenen Dialog zu suchen.

10. 03. 2010 Supermärkte vs. türkische Kreisler

Auch der Lebensmittelhandel (muss) türkisch lernen…

Der heimische Lebensmittelhandel bekommt zunehmend “Angst” von den “neuen” Nahversorgern. Was einst unsere Kreisler nebenan waren sind heute kleine Geschäfte mit klingenden Namen wie “Inci Market” und Co. Vom frischen Faldenbrot über Obst & Gemüse bsi hin zu diversen Milchprodukten bekommt man in den von Familien geführten Märkten alles was das Herz begehrt. Und das meist auch am Sonntag.

Ganz klar, dass der heimische Handel etwas tun muss. Handlungsbedarf besteht etwa daran eigene Produkte für die Zielgruppe anzubieten. In einigen Regionen gibt es daher in ausgesuchten Supermärkten bereits ein Produktsortiment für türkischstämmige Personen. Das dies auch beworben werden muss sieht man hier am Beispiel von Zielpunkt. Punkt.